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2000er Jahre: zeitgemässen Wohnraum zu erschwinglichen Konditionen für Nachfolgegenerationen sicherstellen

Die Angst vor dem «Millenium-Bug» und weltweiten Computerpannen löst sich in der Silvesternacht 1999/2000 in «Schall und Rauch» auf. Am 11. September 2001 brennt sich jedoch ein unfassbares Ereignis in das kollektive Gedächtnis der Menschen ein: Die Terroranschläge auf das World Trade Center und das Pentagon führen zu Sicherheitsdebatten in den USA, Europa und Russland, die bis heute anhalten. In der Folge interveniert die USA im Kampf gegen die Taliban und al-Qaida in Afghanistan und marschiert gemeinsam mit einer «Koalition der Willigen» im Irak ein.

 

Im Jahr 2004 wird die Welt im wahrsten Sinne des Wortes erschüttert: Ein Erdbeben der Magnitude 9.1 löst einen Tsunami aus, der schätzungsweise 300’000 Menschen das Leben kostet. Das Banken- und Finanzsystem erlebt sein Schicksalsjahr 2007. Nach dem Platzen der spekulativen Immobilienblase in den USA bricht die amerikanische Grossbank Lehman Brothers zusammen und das weltweite Finanzsystem gerät an den Rand des Abgrundes. Die Versorgung der Geldinstitute durch staatliche Kredite verhindert das Schlimmste, führt jedoch zu hohen Staatsverschuldungen und zur Eurokrise. Einen rasanten Aufstieg erleben hingegen die sozialen Netzwerke wie Facebook oder Twitter.

 

Im Jahr 2001 erleidet die Schweiz einen der grössten Wirtschaftskollapse in ihrer Geschichte: Die Flugzeugflotte der Swissair muss wegen Insolvenz am Boden bleiben («Grounding»). Ein Jahr später stellt das Unternehmen den Betrieb ein, Reste der Fluglinie werden in die neue Gesellschaft Swiss überführt. Im Zuge der globalen Abschwächung der Wirtschaft steigt die Arbeitslosenquote in der Schweiz vom Tiefpunkt von 1.6 % im Jahr 2001 bis auf den Höhepunkt von 3.9 % im Jahr 2004 an, um sich danach wieder langsam zurück zu entwickeln. Die weltweite Finanzkrise ab August 2007 weitet sich auch in der Schweiz zu einer Bankenkrise aus, so dass die UBS Staatshilfe im Umfang von 68 Milliarden Franken in Anspruch nehmen muss. Der für die Mietzinsen relevante Referenzzinssatz Dreimonats-Libor erreicht im Jahr 2004 einen ersten Tiefpunkt und mündet nach einem Anstieg in den Jahren 2006 bis 2008 aufgrund des schwächelnden Euros und des starken Frankens in eine anhaltende Tiefzinspolitik der Schweizerischen Nationalbank.

 

Die wirtschaftlichen Turbulenzen und deren Auswirkungen auf die Zinsentwicklung verlangen vom Vorstand und der Verwaltung der Baugenossenschaft Letten viel Aufmerksamkeit und situatives Reagieren, um die Hypothekarzinsen im entscheidenden Moment vorteilhaft zu fixieren. Dieses «Zinsenmanagement» gelingt erfreulich gut – mit positivem Effekt auf die Mietzinsgestaltung und die Solidität der Finanzen. Neben vertretbaren Mietzinsen zählt auch das Angebot zeitgemässen Wohnkomforts zu den Hauptanliegen der BGL. Mit dem Abschluss der umfassenden Renovierung des gesamten Liegenschaftenbestandes und der mieterfreundlichen Gestaltung der Aussenanlagen im Jahr 2003 kann auch diese Vorgabe erfüllt werden.

 

Im Herbst 2008 entscheidet der Vorstand, im Zusammenarbeit mit einem versierten Architekturunternehmen ein Bauleitbild zu entwickeln. An der Generalversammlung des Folgejahres werden den Genossenschafterinnen und Genossenschaftern die ersten Grundlagen präsentiert. Der Unterhalt und die notwendige, schrittweise Neukonzeption der Liegenschaften sollen mit einer langfristigen Strategie gesteuert und durch eine Jahrzehnte umfassende Finanz- und Ressourcenplanung ermöglicht werden. Dank einer vorausschauenden Planung können Investitionen optimal eingesetzt und kann die Mieterschaft frühzeitig über Bauvorhaben informiert werden. Ziel des Bauleitbildes ist es, auch für die Nachfolgegenerationen sicherzustellen, dass es sich in den Wohnüberbauungen der Baugenossenschaft Letten gut wohnen und leben lässt.

 

«Wir sind im Rahmen unserer Verantwortung unseren Nachfolgegenerationen gegenüber zwingend aufgefordert, uns mit der Zukunft der BGL zu befassen. Ein Bauleitbild hat nur dann einen Sinn, wenn wir alle die Bedeutung dieses Werkes erkennen und uns überzeugt dahinterstellen.»

Baugenossenschaft Letten, Bauleitbild 2013–2034, Vorwort Walter Bühler, Präsident BGL

 

News

Generalversammlung

Freitag 25. Mai 2018
Freitag 03. Mai 2019
   

Bis auf Weiteres nehmen wir keine Wohnungsanmeldungen entgegen.

 

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